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Gay Geschichten

Eine schicksalhafte Begegnung Teil 6

Geschrieben von devpass
Diese Story ist der 6. Teil der Reihe Eine schicksalhafte Begegnung
Eine schicksalhafte Begegnung Teil 6

(Noch 4 Tage bis Kai`s 19 Geburtstag.)

Es ist früh am Morgen und ich überlege, noch mal zurück ins Bett zugehen oder schon zu Frühstücken. Vor allem denke ich darüber nach, was ich an diesem Tag veranstalten soll. Max sagte, dass er heute später nach Hause kommt, somit wäre da noch mehr Zeit, die ich ohne ihn vertrödeln muss. Wenn er zurückkommt, will er für uns etwas zu Essen bestellen, da kommt mir die Idee, warum nicht mal selbst etwas kochen und ihn damit überraschen. Allerdings ist es mit meinen Kochkünsten nicht weit her und Max ist was das Essen anbelangt verwöhnt. Sicher wird er sich darüber freuen, wenn ich ihn mit einem tollen Essen ganz romantisch zuhause überrasche. Nur wie soll ich das anstellen?

Da fällt mir Frau Kowalski ein, sie kann bestimmt gut kochen und wird mir gern etwas beibringen. Zumal sie sich über Gesellschaft freuen wird. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es erst 6 Uhr morgens ist und somit noch zu früh, für einen Besuch bei ihr. Müde bin ich auch nicht mehr, also entschließe ich mich dazu, erst einmal zu frühstücken. Anschließend lasse ich mir Wasser in die Badewanne ein, meinen Körper möchte ich mir rasieren, damit für heute Abend, wenn Max zurückkommt, alles streichelzart und glatt ohne ein einziges störendes Haar ist. In den vergangenen Tagen und Wochen habe ich gemerkt, dass Max es mag, wenn alles glatt ist. An der Art wie er die enthaarten Stellen meines Körpers liebkost, bin ich mir sicher, dass er es besonders schätzt. Also werde ich ihn heute Abend überraschen und vollständig rasiert in seinen Armen liegen.

Nach dem Bad und der mehr als gründlichen Rasur, betrachte ich meinen Körper eingehend im Spiegel und prüfe zufrieden das Ergebnis. Max hat recht, ich habe tatsächlich zugenommen. Die Spuren der schlechten Ernährung in der Vergangenheit sind fast verschwunden. Zwar bin ich noch immer schlank und schmächtig, aber bei weiten nicht mehr wie am ersten Tag, als mich Max aufgenommen hat. Die Zeit mit ihm tut mir nicht nur körperlich gut, mir wird bewusst, dass ich mich noch nie so glücklich und wohl gefühlt habe.

Aus dem Schrank nehme ich eine Flasche Körperlotion zu Hand und beginne mich sorgfältig einzucremen. Gleichzeitig zu prüfen, dass ich kein Haar bei der Rasur vergessen habe. Aber auch mir gefällt es, der Anblick im Spiegel völlig enthaart zu sein, erregt mich. Dabei stelle ich mir in meiner Phantasie vor, wie toll es sich für Max anfühlen muss, wenn er mit seinen Händen über meine Haut fährt. Besonders sorgfältig massiere ich mit der Creme meinen Schließmuskel und es fühlt sich nicht nur gut an, es macht mich sogar geil, dass ich eine harte Erektion bekomme. Mit geschlossenen Augen massiere ich mein enges, jungfräuliches Fickloch und genieße das wohlige Gefühl, das dabei entsteht.

Das rechte Bein hebe ich an und stelle mich mit den Fuß auf den Rand der Badewanne. Nun ist mein Hintereingang frei zugänglich und das Gefühl beim Massieren des Schließmuskels noch intensiver. Völlig entspannt stehe ich da und genieße das angenehme Kribbeln, welches sich von meinen Hintern ausbreitet. Wie von selbst gleitet ein Finger in den Darm und ich bin überrascht, wie leicht er hinein gleitet. Tastend erkunde ich mein inneres und es erregt mich zunehmend. Bei dem Versuch, einen zweiten Finger gleichzeitig einzuführen, werde ich mir meiner Jungfräulichkeit bewusst und es schmerzt etwas. Doch nicht lang, bald darauf weicht der Schmerz dem wohligen Kribbeln.

Der kurze Schmerz macht mir nichts aus, denn Schmerzen bin ich gewohnt, dank der Prügelattacken, die ich in meiner Kindheit ertragen musste. Ganz im Gegenteil, gern nehme ich ihn hin, um mich auf das vorzubereiten, was Max und ich bislang noch nicht getan haben. Im Inneren spüre ich, dass ich es will. Ja ich bin bereit dazu mich Max völlig hinzugeben und ihn in mir zu spüren. Vor meinem geistigen Auge sehe ich die Szene aus dem Pornofilm, in der sich der junge Mann von dem Kerl mit dem Riesenschwanz bis in Ekstase ficken lässt.

Das möchte ich auch erleben und stelle mir vor, wie Max zärtlich in mir eindringt und wir es gemeinsam genießen, uns so nahe zu sein. Während ich all das in meiner Vorstellung erlebe, ficke ich mich mit zwei Fingern selbst und spüre schon bald einen nahenden Orgasmus, ohne das ich meinen Schwanz wichse. Zu gern möchte ich weitermachen, bis es mir kommt. Doch ich zwinge mich dazu, aufzuhören wenn dann möchte ich in den Armen von Max kommen und nicht hier und jetzt allein im Bad. Aus der Eichel quillt ein Lusttropfen hervor, den ich mit dem Zeigefinger aufnehme und genüsslich ablecke. Am Boden hat sich bereits eine ganz kleine Pfütze angesammelt und zeugt davon, wie geil mich das Geschehen macht.

Nackt verlasse ich das Bad und gehe über die Treppe hoch zum Schlafzimmer, um mich dort anzukleiden. Dank Max hat sich im Schrank mittlerweile eine größere Auswahl an Kleidung in bester Qualität für mich angesammelt. Für jeden anderen wäre es bestimmt normal aus einer fülle von Kleidungsstücken wählen zu können. Doch für mich ist es das nicht, andächtig streiche ich mit der flachen Hand über die einzelnen Stapel der Kleidung. Dabei lasse ich meine Gedanken schweifen und beginne mich anzuziehen.

Max meint es gut mit mir, dessen bin ich sicher, auch wenn es mit der Wahrheit gerade nicht allzu genau nimmt. Unterschiedliche Dinge habe ich über ihn gehört, doch was ist davon wirklich wahr? Dass er ein Mafiaboss sein soll, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dafür hat er nicht den Charakter. Oder etwa doch und er macht mir die ganze Zeit etwas vor? Es wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, als abzuwarten, bis er sich von allein offenbart. Während ich die Sneaker zubinde, fällt mein Blick auf die Uhr und mittlerweile ist es kurz nach neun Uhr morgens. Zu meiner Absicht, Frau Kowalski zu besuchen und sie um Rat bei ihren Kochkünsten zu bitten ... dazu sollte es heute und in den kommenden Tagen allerdings nicht mehr kommen.

Gerade als ich das Schlafzimmer verlassen wollte, ist draußen von der Straße das Quietschen von Autoreifen und lautes Hupen mehrerer Autos zu hören. Neugierig gehe ich ans Fenster, um nachzusehen, was dort los ist. Ein gelber Porsche ist gerade im Begriff äußerst forsch auf der gegenüberliegenden Straßenseite einzuparken. Das macht er ziemlich rücksichtslos gegenüber den anderen Autofahrern, die ihren Unmut über diese Aktion mit lauten Hupen bekunden. Aus dem Porsche steigt Christoph, Max alter Schulkollege und kommt schnellen Schrittes auf das Haus zugelaufen. Kurz darauf klingelt es auch schon an der Haustür und ich öffne sie, um ihn herein zulassen. Er wirkt ziemlich gehetzt, als er mich an der Wohnungstür begrüßt.

„Guten Morgen Kai ... schön dich wieder zusehen. Sag mal ... ist Max zu Hause?“

„Nö der ist zur Arbeit ... aber komm doch erst mal rein.“

Christoph bleibt im Korridor stehen und schaut mich mit einem zerknitterten Gesichtsausdruck an, während ich die Wohnungstür hinter ihm schließe.

„Mist ... ich habe auch schon versucht, ihn anzurufen, er geht aber nicht an das Handy. Ich müsste unbedingt mit Max sprechen ... hast du eine Ahnung, wie ich ihn anderweitig erreichen könnte?“

„Ich hätte da auch nur eine Handynummer und Max sagte mir, bevor er ging, das es heute später werden könnte. Was ist los ... du wirkst gestresst?“

„Hast du mal ein Glas Wasser für mich, ich glaube, mein Hals ist wie zugeschnürt.“

„Aber ja natürlich entschuldige Bitte ... komm mit in die Küche, da ist es auch besser zu sitzen, als hier im Korridor zustehen.“

In der Küche setzt sich Christoph auf einen der Stühle und ich schenke uns Wasser ein. Nachdem Christoph sein Glas fast geleert und ich ihn noch einmal nachgeschenkt habe, bittet er mich, Max mit meiner Handynummer anzurufen. Doch auch ich kann ihn nicht erreichen, und bekomme nur eine Bandansage zuhören.

„Also ich kann ihn auch nicht erreichen ... schätze da müssen wir warten, bis er heute Abend nach Hause kommt.“

„Verdammt ... bis heute Abend ist es zu spät, ich muss ihn früher erreichen.“

„Christoph was ist los ... muss ich mir Sorgen machen?“

Er druckst herum und es dauert einen Moment, bis er mit der Sprache herausrückt.

„Ich habe Mist gebaut und brauche seine Hilfe. Da ist eine Frau, mit der habe ich ein paarmal ... na du weist schon. Allerdings hat sie, was ich nicht wissen konnte, einen ziemlich Üblen Freund der wohl irgendwie dahintergekommen und nun stinksauer ist. Das scheint ein Möchtegern Ganove zu sein, der mit einigen fiesen Typen rumhängt. Von sich aber glaubt, er wäre eine große Nummer und könnte an mir eine Exampel statuieren. Der Kerl hat mir ein Ultimatum gestellt, ich soll mich heute Abend mit ihm treffen, damit er mir die Knochen brechen kann. Sollte ich heute Abend nicht dort erscheinen, will er mir morgen die Knochen brechen, bevor er mich ganz langsam tötet. So waren seine Worte.“

„Na das sind ja tolle Aussichten ... wäre es nicht besser, du gehst zur Polizei?“

„Nein ich glaube, dann wird es nur schlimmer werden. Dadurch könnte ich bestenfalls etwas Zeit gewinnen und das war es dann auch. Was der Kerl braucht, ist jemanden, der ihm klar macht, dass er nur eine kleine Nummer ist und es für ihn besser wäre die Füße still zuhalten.“

„Und du glaubst, Max könnte das bewerkstelligen?“

„Wenn einer das kann ... dann Max. Er hat den Einfluss und auch die Leute. Denk mal an die Männer die er in seinem Club beschäftigt. Das sind durch die Bank Exhäftlinge, denen er offiziell eine zweite Changs gibt. Alles schwere Jungs, die ihm dankbar und ergeben sind.“

„Exhäftlinge ... na so sehen die auch aus. Apropos Exhäftlinge, da wäre aber noch etwas ... du kennst Max schon seit seiner Kindheit ... möglich das du mir dazu etwas sagen kannst. Ich habe von einem unglaublichen Gerücht über ihn gehört ... und dann auch noch in alten Zeitungsausschnitten darüber gelesen ...“

Ehe ich weitersprechen kann, unterbricht mich Christoph mit einem wissenden Lächeln.

„Meinst du die Geschichte mit den Mafiavorwürfen?“

„Ja genau ... ist da was dran? Ich habe mich nicht getraut, Max selbst zu fragen, und etwas besorgt bin ich schon darüber. Es lässt mir einfach keine Ruhe.“

„Also da kann ich dich beruhigen, Max ist alles aber garantiert kein Mafioso. Ich habe selbst von den Gerüchten damaliger Zeit gehört. Wir waren noch Kinder und es sind nur Hirngespinste der Journalisten, die die Auflagen ihrer Zeitung, die damals kurz vor dem Konkurs stand, puschen wollten. Max Mutter war Italienerin und seine Eltern haben sich auf Sizilien kennen gelernt und auch dort geheiratet. Max ist in Italien geboren und kurz darauf nachdem seine Mutter verstarb, ist sein Vater mit ihm nach Deutschland zurück auf eines seiner Anwesen und Stammsitz seiner Familie gezogen.“

Christoph macht eine kurze Pause, um etwas Wasser zutrinken, ehe er weiter erzählt.

„Die Typen von der Zeitung haben damals einen riesen Wirbel daraus gemacht. Haben einfach ein paar Begebenheiten zusammen gereimt und nach Gutdünken ausgelegt. Einen Wirbel, dass sich sogar die Polizei eingeschaltet hat, um der Sache auf den Grund zugehen. Die haben aber nichts gefunden ... konnten sie auch nicht, weil an der Geschichte einfach nichts dran ist. Letztendlich mussten die von der Presse sich sogar entschuldigen und eine Gegendarstellung veröffentlichen. Die aber winzig klein irgendwo mitten in der Zeitung gedruckt war, dass sie kaum jemand gelesen hat. Aber wie du siehst, hält sich das Gerücht sogar Jahrzehnte später noch hartnäckig.“

„Das von dir zu hören Christoph ... beruhigt mich und ich bin froh, das an diesen Gerüchten nichts dran ist. Aber verwundern kann es einen schon, dass er sich mit einen Haufen Exhäftlingen abgibt und sie sogar für sich arbeiten lässt.“

„Schon ... aber das ist typisch Max. im Gegensatz zu seinem Vater und auch Großvater, die beide knallharte Geschäftsleute waren und das Unternehmen in dieser Größenordnung aufgebaut haben, ist Max ein Feingeist ... ein Visionär. Er gibt auch diesen Leuten eine Chance und weiß, dass er davon profitiert.“

„Ok ... aber wie soll Max von so teils echt fies wirkenden Typen profitieren?“

„Na ganz einfach, wo die auftauchen werden alle anderen drumherum friedlich und haben gar keine Lust mehr Ärger zu machen. Und genau das bezweckt Max damit, in seinem Club läuft alles friedlich ab und es gibt keinen Ärger. Und sie brauchen noch nicht mal Gewalt anwenden. Wenn die einfach nur dastehen und böse kucken, reicht das in der Regel schon aus und alle anderen sind ruhig. Genau auf dieser Art brauche ich die Hilfe von Max, wenn er mit ein paar seiner Jungs auftaucht, hat sich mein Problem erledigt.“

Mir fällt die Begegnung im Club mit dem kräftigen Kerl ein, der sich selbst das rote Zeugs über das Hemd kippte und plötzlich ganz friedlich war, als zwei von Max Leuten hinter mir standen. Innerlich muss ich über diesen Vorfall lachen und mir wird klar, wie recht Christoph hat. Was wir beide zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, aber noch am selben Tag nur wenige Stunden später erfahren sollten, Max beschäftigt eine Armee mit Leuten von ganz anderen Kaliber, um sich die wirklich bösen Jungs vom Leib zu halten.

„Weißt du was Kai ... ob wir hier herumsitzen und wertvolle Zeit vertrödeln, könnten wir uns auch ins Auto setzen und schauen ob wir Max bei seiner Arbeit antreffen.“

„Du weißt, wo er sein Büro hat?“

Christoph muss lachen, ehe er mir antworten kann.

„Büro ist gut, das hört sich ja fast so an, als wenn du gar nicht wüßtest, wie groß sein Unternehmen ist. Ich sage dir, das ist ein riesen Glasgebäude am Rande der Innenstadt, in der allein die Verwaltung untergebracht ist.“

„Stimmt das weiß ich wirklich nicht, aber du hast mich neugierig gemacht, lass uns fahren.“

Christoph schaut mich verwundert an, erwidert aber nichts darauf. Wir schnappen uns unsere Jacken und schon sind wir runter auf die Straße zu seinem Porsche. Bereits nach wenigen Metern, die wir gefahren sind, muss ich feststellen, dass der Fahrstil von Christoph im Gegensatz zu Max recht provokant ist, um es mal nett auszudrücken. Rasant umrunden wir die Häuserblocks der Siedlung, bis mir auffällt, dass Christoph quasi im Kreis fährt, da wir nun zum zweiten mal in dieselbe Straße einbiegen.

„He du hast dich verfahren, wir hätten vorhin rechts abbiegen müssen.“

„Ich weiß ... das mache ich mit Absicht. Drehe dich jetzt nicht um, sondern schau in den Außenspiegel auf deiner Seite. Wir werden verfolgt ... der schwarze Geländewagen zwei Wagen hinter uns, klebt an unseren Arsch, seit wir von der Wohnung losgefahren sind.“

Auf dem Sitz muss ich etwas zur Seite rücken, um zu sehen was Christoph meint und tatsächlich zwei Wagen hinter uns, ist ein schwarzer Geländewagen, der im gleichbleibenden Abstand und ähnlichen Fahrstil wie der von Christoph, uns folgt. Es ist kein einfacher Geländewagen, er ähnelt diesen schwarzen Limousinen mit dunkel getönten Scheiben, wie man sie oft im Fernseher sieht, wenn das FBI vorfährt.

„Aha ... woher hast du gewusst, dass er uns folgt?“

„Na ja ... mittlerweile habe ich in solchen Dingen Erfahrung, währe nicht das erste mal, das ein angefressener Ehemann mir auf den Versen ist. Der Wagen ist aber nicht mir hier her zu euch gefolgt, sondern erst von eurer Wohnung aus. Das heißt, diesmal bin nicht ich, sondern ihr das Ziel. Oder verfolgt er dich ... hast du auch einen eifersüchtigen Kerl gehörnt?“

Christoph kann sich ein breites Grinsen nicht verkneifen, als er meinen entrüsteten Gesichtsausdruck wahrnimmt. Dazu fallen mir Max Worte ein, dass Christoph der größte Weiberheld ist, den er kennt und seine Finger von keiner Frau lassen kann. Bei diesen Gedanken bin ich es, der sich ein Grinsen nicht verkneifen kann und anschließend erzähle ich ihm von dem maskierten Mann, der mich an der Wohnungstür überfallen hat. Ohne zu wissen, das sich dieses Problem dank Max bereits erledigt hat und in dem Wagen der uns folgt Männer sitzen, die ein ganz anderes Potenzial aufweisen als es Sven je hätte zustande bringen können. Aufmerksam hört mir Christoph zu, ehe er antwortet.

„Scheint so, als wenn ich nicht der Einzige bin, der Schwierigkeiten hat. Wir müssen unbedingt Max davon berichten, aber zuerst sollten wir die Kletten hinter uns loswerden. Halt dich fest, es könnte jetzt gleich einwenig rasant und holperig werden.“

Bei der Vorstellung von rasant und holperig, mit dem Fahrstil, den Christoph hegt, wird mir doch mulmig und automatisch krallt sich meine Hand an dem seitlichen Griff der Tür fest. Auch die Beine stemme ich in den Fußraum, in Erwartung einer wilden Verfolgungsjagd, wie man sie aus dem Fernseher kennt. Dreißig Meter vor uns ist eine Ampel, die grünes Licht anzeigt, doch anstatt Gas zugeben, verlangsamt Christoph die Fahrt. Die Fahrer der beiden Autos zwischen uns und dem Verfolger hupen genervt, weil sie gern noch bei dieser Grünphase die Kreuzung überqueren möchten, aber aufgrund des Gegenverkehres nicht überholen können. Vor der Ampel kommen wir zu stehen, als sie gerade auf Rot umspringt.

Christoph wartet noch einen Moment, bis die Autos aus der Querstraße die nun Grün haben, sich in Bewegung setzen. Dann gibt er Vollgas, das die Reifen quietschen und jagt über die Kreuzung, das er noch gerade knapp zwischen den Autos hindurch kommt. Mir bleibt vor Schreck fast das Herz stehen und der schwarze Geländewagen schert aus, um die Verfolgung aufzunehmen. Doch hinter uns auf der Kreuzung legen die Fahrer der anderen Autos eine Vollbremsung hin. Der Verkehr kommt zum Erliegen und es herrscht heilloses Chaos und Durcheinander auf der völlig verstopften Kreuzung. Ein Hupkonzert ertönt und unsere Verfolger müssen hilflos sich eingestehen das wir sie abgehängt haben. Mit hoher Geschwindigkeit lenkt Christoph den Porsche durch die Straßen und nachdem wir ein paar mal rasant abgebogen sind und er sich sicher ist, dass wir nicht mehr verfolgt werden, fährt er zu meiner Erleichterung langsamer in gewohnten Stil weiter.

Die Fahrt führt in einen Teil der Stadt, in dem ich noch nie zuvor war. Er ist geprägt von hohen Bürogebäuden der renommiertesten Unternehmen. Man könnte den Eindruck gewinnen, als wenn es hier einen Wettstreit gäbe, welches der Firmen sich das eindruckvollste Gebäude leisten kann. Alles namhafte Großunternehmen und Banken, die an den Börsen der Welt gehandelt werden. Auf das größte und wuchtigste der vielen Hochhäuser fährt Christoph geradeaus zu. Es ist das Bürogebäude, in dem Max arbeitet und mir bleibt die Spucke weg, wie ich es erblicke. Christoph sprach von einem riesen Glasgebäude und das ist noch stark untertrieben. Ein gigantischer Gebäudekomplex mit eigener Tiefgarage, die neun Parkdecks unter der Erde reicht. Der gesamte Komplex ist von einen massiven, hohen Metallzaun umgeben und bereits von außen kann ich zahlreiche Kameras entdecken, die anscheinend das Gelände Video überwachen.

Die Zufahrt zu dem Gelände endet vor einer Schranke mit Wachhäuschen. Zwei Wachleute halten uns vor der geschlossenen Schranke auf und wir müssen uns zuerst anmelden. Von ihnen bekommen wir jeder für sich einen Besucherausweis und einen Parkplatz nahe dem Eingang zugewiesen. Als wir auf dem Parkplatz angekommen sind, schaue ich andächtig an der Fassade hoch und zähle die Stockwerke. Tatsächlich scheint die Fassade komplett aus Glas zu bestehen, welches sich in der Sonne spiegelt. Zweiundvierzig Stockwerke zähle ich und als mein Blick oben ankommt, sehe ich einen Helikopter, der gerade vom Dach startet und eine Schleife fliegt, eher er rasch aus dem Sichtfeld verschwindet.

„Wenn wir Pech haben, sitzt Max gerade darin und fliegt davon.“

Sagt Christoph, der wie ich nach oben schaut.

„Echt ... Max mit einen Hubschrauber ... im Leben nicht? Lass uns erst mal reingehen und nachfragen. Weißt du, in welchem Stockwerk seine Firma untergebracht ist?“

Christoph schaut mich mit einem Ausdruck an, als wenn ein großes Fragezeichen über seinen Kopf schwebend rotiert.

„Sag mal ... hast du echt kein Plan, wer Max ist und was er macht? Das gesamte Gebäude gehört zu seinem Unternehmen. Hier ist die Verwaltung untergebracht. Quasi die Schaltzentrale wenn du so willst. Zugegeben, hier hat sich einiges verändert, seid ich das Letzte mal hier war, aber halt nicht alles. Und ja ... er hat unteranderem auch einen Helikopter samt eigenen Piloten, den er nutzt. Lass uns jetzt ins Gebäude gehen und nach ihm fragen.“

„Im ernst ... das ganze Gebäude ... das hätte ich nun wirklich nicht gedacht.“

Rede ich noch selbst für mich dahin, was Christoph nicht ernsthaft wahrnimmt. Völlig verwundert und beeindruckt ohne das ich mich traue, weiter nachzufragen gehen wir auf dem Eingang zu, vor dem sich ein großes Schild mit dem Firmennamen befindet. Er lautet „Global Industries“ und ich frage mich nun wirklich, was mir Max bislang alles verschwiegen hat. Um in das Gebäude zu gelangen, müssen wir eine gut bewachte Sicherheitsschleuse ähnlich wie die an Flughäfen passieren. Nachdem wir dort hindurch sind und mein Blick im inneren schweift, komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir betreten eine überdimensionale Halle, die geprägt von weißen Marmor und Glasflächen ist. In enorm großen Marmorkübeln sind meterhohe Grünpflanzen gepflanzt, die einen angenehmen Kontrast zu dem vielen Marmor und Glas bilden.

Links und rechts befinden sich jeweils sechs Fahrstühle und vor Kopf ein langer Tresen, der den Empfang bildet. Zwei Sicherheitsleute in blauen Uniformen, die gebannt auf Monitoren schauen sowie eine Frau sitzen dort. Weiterhin zähle ich acht Männer, ebenfalls in blauen Uniformen, die verteilt in der Halle und an der Eingangsschleuse für Sicherheit sorgen. Auf den Empfangstresen gehen wir zu und die Frau schaut bereits in Erwartung uns entgegen.

„Im Gegensatz zu seinem Vater scheint Max mehr wert auf Sicherheit zu legen.“

Wie wir den Empfangstresen erreichen, spricht Christoph die Frau direkt an.

„Wir möchten gern zu Herrn Baumann.“

„Haben sie einen Termin?“

„Nein haben wir nicht, aber wir sind gute Freunde und ich versichere ihnen, er empfängt uns auch ohne Terminabsprache.“

Die Empfangsdame trägt eine Brille und über den Rand der Brille hinwegschauend, sieht sie uns abwechselnd an, ehe sie antwortet.

„Nun das glaube ich ihnen gern, aber auch ich kann ihnen versichern, dass selbst wenn sie der Papst wären, ohne Terminabsprache werden sie Herrn Baumann nicht sprechen können.“

„Aber sie könnten bitte nachfragen. Richten sie ihm aus, das Kai und Christoph am Empfang sind und ihn dringend sprechen müssten, dann wird er uns empfangen, auch ohne Papstgewand und Papamobil.“

Lächelnd greift sie zum Telefonhörer und scheint mit seinem Sekretariat zu sprechen.

„Bedaure sehr, aber Herr Baumann ist gerade eben außer Haus und wird erst am späten Nachmittag zurückerwartet. Bis dahin möchte er nicht gestört werden.“

„Ok ... ist er mit dem Helikopter unterwegs?“

„Das kann ich ihnen nicht sagen, da habe ich klare Vorgaben, an die ich mich halten muss.“

Wir verabschieden uns und auf dem Weg nach draußen spricht Christoph mich an.

„Hab ich doch gesagt, wenn wir Pech haben, sitzt Max in dem Hubschrauber und fliegt uns vor der Nase davon. Aber ich kann mir denken, wo er hin ist. Als Kinder waren wir mit seinem Vater dort. Es ist ein ehemaliges Militärareal der alliierten Streitkräfte, die nach dem Krieg hier stationiert waren. Ein riesen Gelände, das sein Vater damals gekauft und darauf eine Produktionsstätte für Maschinenteile errichtet hatte. Wenn wir Gas geben und uns beeilen, könnten wir in einer guten Stunde dort sein.“

„Apropos Gas geben ... nichts gegen deinen Fahrstil ... aber ich bin noch jung und habe mein ganzes Leben vor mir. Als du bei Rot über die Kreuzung gejagt bist, hatte ich echt schiss.“

Christoph muss lachen, ehe er mir antworten kann.

„Keine Sorge, Max und ich haben dieselbe Vorliebe für schnelle Autos. Aber wir sind auch gute und sichere Fahrer. Einmal im Jahr spendiert Max uns beiden ein sündhaft teures aber sehr gutes Sicherheitsfahrtraining auf einem extra dafür vorgesehenes Gelände. Bislang fahren wir unfallfrei und ich werde dich sicher dort hinbringen.“

Die Beschleunigung von dem Porsche ist nicht so schnell, wie von Max seinem Lamborghini doch Christoph hält im Schnitt die Geschwindigkeit auf der Autobahn bei 250 km/h. Und auch er erweist sich als guter Fahrer, der es gewohnt ist schnell zu fahren. Nach etwas mehr als einer Stunde fahren wir von der Autobahn ab und passieren bald ein kleines Dorf. Die Gegend hier ist sehr ländlich und entsprechend üppig die Natur mit vielen kleineren Wald und Wiesenflächen.

Wir biegen ab auf eine einsame Landstraße und schon bald sind wir scheinbar das einzige Fahrzeug, welches hier unterwegs ist. Die Landstraße ist recht lang und führt durch ein ausgestrecktes Waldgebiet. Bis auf zwei große LKW mit der Aufschrift seitlich an der Ladefläche, „Global Industries“ die uns entgegenkommen, sind keine weiteren Fahrzeuge weit und breit. Auf die Lastwagen spreche ich Christoph an.

„Schau mal, hier müssen wir richtig sein, die Lastwagen tragen sein Firmenlogo.“

„Scheint so, obwohl ich sagen muss, dass es so weit abgelegen ist, habe ich nicht mehr in Erinnerung. Gut, wir waren noch Kinder, als ich das Letzte mal hier war, aber das ist ja quasi am Arsch der Welt. Warum der alte Herr Baumann gerade hier die Produktion aufgebaut hat, ist echt die Frage. Möglich das das Gelände so günstig war, das sich selbst weite Transportwege zu lohnen scheinen.“

Die Straße führt recht steil bergauf und hinter einer langgezogenen Kurve endet das Waldgebiet. Christoph hält abrupt den Wagen an und wir beide sitzen da mit offenen Mund, unfähig zu begreifen, was wir dort hinter der Kurve zu sehen bekommen. Der Porsche steht auf der Kuppe einer Anhöhe und unser Blick fällt auf das vor uns befindliche Tal. Auf weiter Ebene erstreckt sich das vermeintliche Firmengelände, das man von hier oben überblicken kann.

Das gesamte Gelände ist mit vier Meter hohen Maschendraht eingezäunt und etwa alle hundertfünfzig Meter ragt ein Wachturm hoch über den Zaun hinaus. Hinter dem Außenzaun nach innen des Geländes, befindet sich im Abstand von zehn Metern ein weiterer Zaun. Oben auf den beiden Zäunen ist in Rollen gedrehter Klingendraht oder auch als NATO-Draht bekannt. Etliche Militärfahrzeuge kann ich ausmachen, wovon die meisten LKW in allen erdenklichen Größen sind. Weiterhin sehe ich auf dem Gelände verteilt mindestens zwanzig Spähpanzer, deren Geschütztürme mit schweren Maschinengewehren ausgerüstet sind.

Weitere Spähpanzer patrouillieren außerhalb um das Gelände, sowie zwei weitere sichern das Zugangstor. Etliche Gebäude der ehemaligen Kaserne stehen noch und werden auch Mitsicherheit entsprechend benutzt. Denn es sind auch Soldaten dort, und zwar viele. Wie viele genau kann ich nicht sagen, aber es müssen weit mehr als hundert sein, denn es herrscht enorme Betriebsamkeit dort unten, was mich an einen Armeisenhaufen erinnert, den man mit einen Stock aufgescheucht hat. Auch große Gebäude, die scheinbar nachträglich errichtet worden sind, kann man sehen und sie scheinen die Produktionshallen zu sein.

Mit lauten Donnern fliegen in niedriger Höhe zwei Militärhubschrauber über uns hinweg und setzen auf einen freien Platz innerhalb des Geländes zur Landung an. Dort kann ich auch den Hubschrauber sehen, der von dem Bürogebäude gestartet ist. Fragend schauen wir beide uns an, ehe Christoph als Erstes die Sprache wieder findet.

„Gib mir mal aus dem Handschuhfach das Fernglas, das muss ich mir genauer anschauen.“

Wie ich ihm das Fernglas reiche, äußere ich meine Bedenken.

„Glaubst du, wir sind hier richtig? Das ist doch noch immer eine Militärkaserne und keine Produktionsstätte für Maschinenteile.“

Während Christoph mir antwortet, schaut er durch das Fernglas und erkundet das vermeintliche Firmengelände.

„Klar sind wir hier richtig, du hast doch selbst die LKW gesehen mit dem Firmenlogo. Die Frage ist eher, was Max hier treibt, weder die Fahrzeuge noch die Soldaten tragen eine Länderkennzeichnung. Das heißt, dies ist keine offizielle Armee, sondern eine Privatarmee und sie sind verdammt gut ausgerüstet. Alles Standardwaffen und Fahrzeuge der Bundeswehr, so etwas darfst du als Privatmann gar nicht haben. Außerdem sehe ich auch die Produktionshallen, was immer dort hergestellt wird, er betreibt großen Aufwand, um es zu schützen.“

„Na klar, vielleicht lässt er Dinosauriereier ausbrüten und die dort unten passen auf das keines von den Viechern abhaut, wenn es dann ausgewachsen ist.“

Christoph muss lachen über meinen Einwand, ehe er antworten kann.

„Du schaust zu viel Fern, aber was immer er da treibt, es muss verdammt wichtig sein.“

„Glaubst du wirklich, das sind Max seine Leute? Das muss doch ein riesen Vermögen kosten, um das alles zu bezahlen.“

Erneut muss Christoph lachen und er schaut mich mit einem Gesichtsausdruck an, als könnte er nicht begreifen, wie naiv und unwissend ich bin, was Max anbelangt.

„Das letzte um was sich Max sorgen machen muss, ist Geld, davon hat er reichlich, mehr als er je im Leben ausgeben kann. Seine Familie ist unglaublich vermögend, als er geboren wurde, war er bereits Milliardär, ehe er den ersten Atemzug machte.“

Christophs Worte erreichen mich wie ein Paukenschlag. Für einen Moment muss ich tatsächlich wegen der mangelnden Schulbildung nachdenken, wie viele Millionen eine Milliarde hat. Letztendlich bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich 1000 Millionen sind, oder mehr. Schlagartig wird mir bewusst, wie bedeutungslos fünftausend Euro in einer Schublade sein können und warum Max mir gegenüber nicht ganz ehrlich ist. Oder auch, dass sein Vater mal eben eine ganze Siedlung aufkaufen kann. Nun bekommen die vielen Ungereimtheiten endlich Sinn und mir wird fast schwindelig, von der Dimension des gesamten Ausmaßes. Wie groß muss die Liebe von Max zu mir sein, dass er mich den ärmsten Schlucker in sein Herz geschlossen hat? Aber kann das alles wirklich sein, oder verarscht mich Christoph gerade?

„Ist das wirklich wahr? Max hat nie ein Wort über das verloren und ich kann kaum glauben, was du da erzählst.“

„Das ist typisch Max, er macht keinen großen Hehl daraus und ist sehr bodenständig geblieben. Niemals wird er mit seinem Reichtum prahlen.“

„Wohnt er deshalb in einer einfachen Wohnung? Wenn er wirklich so reich ist, könnte er sich doch auch ein eigenes Haus leisten, oder etwa nicht?“

„Max oder besser seine Familie besitzt Häuser und Grundstücke auf der ganzen Welt. Als sein Vater damals die Siedlung kaufte, sollte die Wohnung ursprünglich so etwas, wie seine Studentenbude werden. Doch Max hat in England studiert und die Wohnung als Liebesnest genutzt. Heute denke ich, dass es auch die Nähe zu dem Bürogebäude ist. Aber daran kannst du sehen, wie bodenständig er ist. Ganz im Gegenteil zu seinem Großvater, der hatte anscheinend eine heimliche Liebe zu der englischen Königsfamilie. Und hat sich in der Schweiz eine Familienresidenz errichten lassen, die fast eine exakte Kopie des Buckingham Palast ist. Das Einzige was dort fehlt, sind die vielen Wachen mit den schwarzen Fellmützen. Max Vater hat sich nach dem schweren Autounfall vor fünf Jahren auf Sizilien zurückgezogen. Er lebt dort auf einem beachtlichen Anwesen und genießt das Leben dort in aller Ruhe. Seitdem leitet Max das Unternehmen und das recht erfolgreich.“

Christoph kann sich ein Grinsen nicht verkneifen, während er mir das alles erzählt. Als wenn es ihm eine Genugtuung oder sichtliche Freude bereitet, dass ich diese Dinge und Details von ihm, anstatt von Max selbst erfahre.

„Aber nun genug davon, den Rest soll dir Max selbst erzählen. Lass uns schauen, was er da unten treibt.“

„Ich weiß nicht recht, Max wird schon wissen, was er dort macht. Vielleicht ist das dort auch nur ein schräges Hobby von ihm.“

Bringe ich als meine Bedenken hervor, denn Christophs Worte haben mich verunsichert und ich bin mir nicht sicher, was ich von alldem halten soll.

„Möglicherweise ... wenn wir das herausfinden wollen, sollten wir uns das aus der Nähe ansehen. Komm mit, wir machen einen kleinen Spaziergang.“

„Bist du verrückt, die erschießen uns womöglich.“

„Quatsch so schnell schießen die nicht auf Zivilisten.“

„Hast du das Schild dort vorn nicht gelesen? Und schau dich mal um, die Schilder stehen überall. Da steht klar etwas von Militärsperrgebiet und Warnung vor Schusswaffengebrauch.“

Christoph schaut mich mit einem vielsagenden Lächeln an, ehe er versucht meine Bedenken zu zerstreuen.

„He ... wir sind immer noch in Deutschland und nicht in irgendeiner Bananenrepublik. Hier wirst du nicht so schnell erschossen. Außerdem machen wir ja nichts Schlimmes ... nur ein bisschen Kucken. Und jetzt komm schon du Schisser, wo bleibt denn deine Abenteuerlust?“

Christoph parkt den Wagen am Seitenrand und schon sind wir zu Fuß unterwegs. Über einen Feldweg am Rand des Waldes gehen wir in Richtung des Zaunes, der das Gelände umgibt. Nach etwa zwanzig Minuten Fußmarsch stehen wir vor dem Zaun. An dem gehen wir entlang, bis wir auf einer Stelle stoßen, an der der Zaun beschädigt ist. An dieser Stelle kann man den Maschendraht etwa ein Meter vom Boden hoch zur Seite klappen.

Christoph biegt das lose Ende zur Seite und nacheinander schlüpfen wir gebückt durch das Loch. Nun befinden wir uns auf den zehn Meter breiten Geländestreifen zwischen den beiden Zäunen. Eine Weile laufen wir an den inneren Zaun entlang, in der Hoffnung auch hier einen Durchschlupf zu finden. Doch es gibt keinen und Christoph versucht nahe dem Zaun, mit dem Fernglas etwas auf dem Gelände zu erspähen.

„Ach du heilige Scheiße ... verdammt, das kann doch wohl nicht wahr sein. Du kannst kaum glauben, was ich da grad sehe. Da ist etwas ... das sieht aus ... wie eine Art Abschussrampe von der NASA für Weltraumraketen ... nur irgendwie Kleiner. Und dann sind da noch zwei gigantische Satellitenschüsseln, als wenn er Nachrichten aus dem Weltraum empfangen wollte. Das ist unglaublich ... Max verdammt ... was zur Hölle treibst du hier?“

„In echt ... und kannst du sonst noch was sehen?“

Frage ich ungeduldig, ohne das wir beide bemerken, dass ein Militärjeep geradewegs auf uns zufährt. Erst als er hinter uns abbremst und drei Männer in Tarnanzügen und mit Sturmgewehren bewaffnet herausspringen, wird klar, dass man uns entdeckt hat.

„Na ihr zwei ... habt ihr euch, beim Pilze sammeln im Wald verlaufen? Und dann noch hier mit dem Fernglas in der Hand auf absolutem Sperrgebiet?“

„Wir ... äh ... nee, wir wollten nur ... also das ist so ...“

Stammelt Christoph vor sich hin und mir selbst kommt vor Schreck kein Ton über die Lippen.

„Das könnt ihr dem Oberfeldwebel erklären, ihr seid verhaftet, bis geklärt ist, wer ihr seid.“

Tatsächlich wird uns mit Handschellen die Hände auf dem Rücken gefesselt und anschließend werden wir auf der Rückbank von dem Jeep verfrachtet. Christoph legt noch Protest ein, aber es nutzt nichts. Ich selbst bin wie gelähmt und ein verdammt ungutes Gefühl kommt in mir auf. Die Fahrt endet vor eine der Militärbaracken innerhalb der Anlage. In der Baracke werden unsere Taschen durchsucht und die Ausweißpapiere abgenommen. Anschließend landen wir gemeinsam, in einer Arrestzelle, dort werden wir zumindest die Handschellen los.

Christoph ist außer sich vor Wut und schimpft noch etwas von Freiheitsberaubung, doch den Soldaten die uns einsperren lässt das kalt. Kurz darauf gehen sie wortlos und wir hocken allein in der Zelle. Christoph sitzt wie ein Häufchen Elend auf einer Pritsche und ich bekomme es langsam, mit der Angst zutun.

„Man das war ja echt eine scheiß Idee von dir. Nun hocken wir hier und sind eingesperrt.“

„Reg dich ab Kai, Max wird das schon richten ... wirst sehen, bald lachen wir darüber.“

„Von dir höre ich immer nur, Max wird dieses und Max macht jenes. Ich kann dir sagen was Max macht, eine stink Wut, wird er haben und uns zum Teufel schicken.“

„He nun komm mal runter ... schließlich kenn ich Max schon eine weile länger als du.“

Ehe ich darauf etwas erwidern kann, kommt ein Mann in Tarnanzug zu dem Gitter der Zelle. Den Abzeichen auf seinen Schultern, ist er kein einfacher Soldat. Durch das Gitter der Zellentür reicht er unsere Ausweispapiere und Christoph nimmt sie im Empfang.

„Herr Kerner, Herr Sander, sie haben trotz der unübersehbaren Hinweisschilder einen der Sperrzäune überwunden und sich Zugang zum Sperrgebiet verschafft. Können sie mir bitte erklären, was es mit dem Fernglas hier zu erspähen gibt?“

Christoph antwortet ihn und er wirkt jetzt doch nervös und hektisch.

„Das alles ist ein Missverständnis ... wir sind Freunde von Herrn Baumann. Fragen sie ihn, dann wird sich alles aufklären.“

„Freunde von Herrn Baumann ... aha und meine Oma ist die Königin von England. Sie bleiben hier, bis ihnen eine bessere Ausrede einfällt.“

Spricht er und ist genauso schnell wieder verschwunden, wie er aufgetaucht ist. Nun bin ich es, der wie ein Häufchen Elend auf der Pritsche in sich zusammen sinkt und den Tränen nahe ist. Christoph legt freundschaftlich seinen Arm über meine Schultern.

„He Kai lass dich nicht hängen ... du wirst sehen, das löst sich gleich in Wohlgefallen auf. Er wird bei Max nachfragen und dann sind wir im Handumdrehen hier raus.“

Tatsächlich kann ich die Tränen nicht unterdrücken und fange an zu heulen. Christoph sitzt schweigend neben mir und wartet geduldig, bis ich mich wieder beruhigt habe. Danach bricht es einfach aus mir heraus und ich schildere ihn meine Ängste.

„Du hast gut reden, ich habe mich verliebt in Max und Angst davor, das er mich wegschickt wie David und Sven zuvor. Über die Scheißaktion wird er stinksauer sein, schließlich hatte er seine Gründe es vor uns zu verbergen. Nun sind wir doch dahinter gekommen und das wird ihn verärgern. Ich könnte es nicht ertragen, wenn er mich fortjagt.“

„Max ist doch auch in dich verliebt und das mit seinen Exfreunden war eine ganz andere Nummer. Ich kenne Max, er wird dich nicht fortjagen, schon gar nicht für so eine Kleinigkeit.“

Ehe ich etwas erwidern kann kommen zwei Soldaten herein. Sie bugsieren mich aus der Arrestzelle und Christoph bleibt allein zurück.

„Kai Sander? Kommen Sie bitte mit.“

„He ... und was ist mit mir?“

Brüllt Christoph noch hinterher, als ich abgeführt werde. Meine Knie zittern und jeder Schritt kommt mir vor, als hätte ich Pudding in den Beinen. Ich bin nicht in der Lage etwas zu erwidern oder Protest einzulegen. Sie führen mich in einen Raum, in dem nur ein Tisch und zwei Stühle stehen. Die beiden Soldaten verlassen wortlos den Raum und ich bleibe allein zurück. Das Fenster ist vergittert und mir fallen Filmzehnen ein, in denen das Militär bei Verhören alles andere als zimperlich vorgeht. Mir wird schlecht und ich habe Angst mich übergeben zu müssen. Auf einen der Stühle setze ich mich und mir kommt es vor, als wenn die Zeit stehen bleibt. Nach einer gefühlten Ewigkeit geht endlich die Tür auf und zu meiner Erleichterung kommt Max herein. Sofort springe ich vom Stuhl auf, aber ich traue mich kaum, ihn anzusehen.

„Max ich ... ich wollte das nicht ...“

Stammel ich herum und bin schon wieder den Tränen nahe. Doch Max scheint zuerkennen, was gerade in mir vorgeht und nimmt mich tröstend in die Arme.

„Na da hat dich Christoph ja in einen schönen Schlamassel mit hineingezogen. Aber so ist er, ein verwöhnter Sohn reicher Eltern, der es gewohnt ist, das andere für ihn den Dreck wegräumen. Wie seid ihr überhaupt auf die Idee gekommen hierher zufahren?“

„Max bitte sei mir nicht böse ...“

„Natürlich nicht ... ich hätte dir in ein paar Tagen, eh alles erzählt. Nun seid ihr mir zuvorgekommen und bringt meine Planung ein wenig durcheinander, aber das ist nicht weiter schlimm. Und nun beruhig dich erstmal du bist ja ganz aufgelöst. Bestimmt hast du von all dem hier, einen riesen Schrecken bekommen.“

„Heißt das ... du bist nicht sauer auf mich.“

„Aber nein ganz im Gegenteil ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich nicht immer ehrlich zu dir war, ich werde es dir nach und nach erklären und auch alles zeigen, hinterher wirst du verstehen, warum ich so gehandelt habe. Das ist alles ganz schön kompliziert und selbst das, was du hier vorgefunden hast, ist nur ein Bruchteil von dem, was ich dir noch zeigen möchte.“

„Ach Max ... na ja ... dass du kein kleiner Angestellter bist, weiß ich schon seit einiger Zeit. Dafür lebst du einfach auf zu großen Fuß. Die wildesten Gerüchte habe ich über dich gehört, sogar von den Mafiavorwürfen. Christoph hat mir erzählt, dass da nichts dran ist und noch ein paar Dinge, die ich kaum Glauben kann. Aber das hier, ist was ganz anderes, das macht mir Angst. Max wer bist du wirklich, was machst du hier?“

„Schatz ... du brauchst keine Angst haben, ich kann dir das alles erklären. Es ist aber eine lange Geschichte, die ich dir jetzt nur grob erzählen kann. Mein Großvater hatte damals in der Zeit von Nazideutschland ein riesiges Vermögen angehäuft, mit der Produktion von Kriegswaffen. Mein Vater hingegen hat das Firmenkonzept auf hochwertige Maschinenteile umgestellt. Maschinenteile, die unteranderem auch in der Luft und Raumfahrt benötigt werden. Seid etlichen Jahren, sind wir weltweit führend in innovativer Technik, für alles, was sich irgendwie bewegt. Ob an Land, zu Wasser oder in der Luft, sobald sich etwas in Bewegung setzt, hat „Global Industries“ seine Finger im Spiel. Allein damit verdiene ich ein unglaubliches Vermögen. Hinzu kommen noch etliche Geschäftszweige, die in anderen Branchen reichen und ebenso gewinnbringend sind.“

Max macht eine kurze Pause, ehe er weiterberichtet.

„Dieses Gelände ist etwas Besonderes, mein Vater hat es mir zur Verfügung gestellt, das ich mir hier einen Kindheitstraum erfüllen kann. Er hatte es mir überlassen, als Geschenk für mein bestandenes Abitur. Hier ist noch nie etwas produziert worden, das Gerücht dient nur zur Tarnung, hier wird ausschließlich Forschung und Entwicklung betrieben. Seid fast zehn Jahren, lasse ich an einer völlig neuen Antriebstechnologie forschen. Diese Technik könnte die Geschichte der Menschheit verändern, wenn sie ausgereift ist.“

Erneut macht Max eine kurze Pause, als wenn er sich vergewissern wollte, dass ich seinen Ausführungen folgen kann. Danach spricht er weiter.

„Von den Forschungen muss aber etwas durchgesickert sein. Seit drei Jahren häufen sich Vorfälle, um Firmengeheimnisse zu stehlen. Es gab mehrere Angriffe auf Firmenrechner über das Internet. Auch mehrere Versuche, auf das Gelände einzudringen. Das waren aber keine kleinen Kriminellen, da stecken größere Leute mit Macht und Einfluss hinter. Denn mit dieser Technologie, kann man nicht nur viel Geld verdienen, sondern auch die Machtverhältnisse auf unseren Planeten verändern, wenn man sie militärisch nutzt. Daher diese Schutzmaßnahmen, ich habe von unserer Regierung eine Sondergenehmigung, die mir erlaubt, mich auf dieser drakonischen Weise zu schützen. Denn auch die klugen Köpfe unserer Regierung haben erkannt, welches potenzial hinter meiner Forschung steckt. Ich hoffe, dass du verstehst, warum ich dir nicht sofort von all dem erzählt habe und du mir meine kleinen Lügen verzeihst.“

„Da gibt es nichts, was ich dir verzeihen müsste, mir ist es eigentlich auch egal, was du machst. Ich liebe dich als Mensch und nicht was du bist oder hast.“

„Ich weiß Kai ... das spüre ich bereist vom ersten Tag an. Ab Heute soll es keine Geheimnisse mehr zwischen uns geben.“

„Dann stimmt es tatsächlich, was Christoph mir erzählt hat, dass du unglaublich reich bist?“

Max schaut mich erstaunt an und lässt sich Zeit, ehe er mir antwortet. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es ihm unangenehm ist darüber zu sprechen.

„Ja es stimmt wirklich und es ärgert mich, dass er mir zuvorgekommen ist und du es von ihm erfahren hast. Ich wollte es dir in ein paar Tagen selbst erzählen und es sollte ein Teil der Überraschung zu deinem Geburtstag werden. Nun ist es raus und nicht mehr zu ändern.“

„Schatz ärgere dich nicht, es ist auch so eine Überraschung. Halt nur unter anderen Umständen.“

„Du hast ja recht und nun erzähl mir bitte, warum seid ihr überhaupt hierher gekommen?

Ich erzähle ihm, dass Christoph seine Hilfe braucht und das man uns verfolgt hat. Natürlich alles im Detail. Aufmerksam hört er mir zu.

„Das ist mal wieder typisch für Christoph, kaum sieht er einen Rock, schaltet er sein Hirn aus und der Kopf in seiner Hose übernimmt das Denken. Natürlich werde ich ihm helfen, aber eigentlich könnte er zur Strafe auch noch eine weile in der Zelle schmoren, damit er mal endlich zur Vernunft kommt, anstatt ewig nur Mist zu bauen. Was mir allerdings mehr Sorge bereitet, dass ihr von unserer Wohnung aus verfolgt wurdet. Da stecken ganz andere, mächtigere Leute hinter. Möglicherweise die, die auch versuchen, an Firmenunterlagen heranzukommen. Um die kümmern wir beide uns morgen und dann wollen wir mal sehen, wer wen verfolgt.“

„Wir beide ... heißt das, du nimmst mich mit, ich darf bei dir sein und mir all das hier ansehen?“

„Ja natürlich und damit fangen wir sofort an. Du fährst nicht mit Christoph zurück, sondern kommst mit mir mit. Von jetzt an weichst du mir nicht mehr von der Seite. Vor allem, solange wir nicht wissen, wer euch verfolgt hat. Bist du schon mal mit einem Hubschrauber geflogen?“

„Bohr ... geil ... mit dem Hubschrauber ... klar komm ich mit.“

Max kann sich ein breites Grinsen über meine Freude nicht verkneifen. Danach küssen wir uns und es ist ein Kuss, der anders ist als die bisherigen. Natürlich ist es ein Kuss voller Leidenschaft, doch etwas ist in ihm, was wir beide verspüren. Es ist ein befreiender Kuss, befreiend von der Last, dessen was bislang unausgesprochen war. Es ist ein Kuss, der uns bewusst werden lässt, wie sehr wir aneinander brauchen und begehren. Es ist ein wirklich langer Kuss und danach schauen wir uns für eine kurze Ewigkeit tief in die Augen. Worte sind nicht von Nöten, denn gemeinsam verspüren wir, was tausend Worte nicht ausdrücken könnten. Nachdem wir uns anschließend von einander gelöst haben, spricht Max zu mir.

„Nun da wäre ja noch Christoph, schmorend in der Zelle. Was meinst du, sollen wir ihm einen heilsamen Streich spielen? Ein Streich, der ihn zur Vernunft bringt?“

„Na klar, ich bin dabei, was soll ich machen?“

„Eigentlich gar nichts, schau einfach schweigend und bedröppelt zum Fußboden, so als hättest du ein schlechtes Gewissen und ich dir zuvor eine ordentliche Standpauke gehalten.“

„Klasse das kriege ich hin, wird bestimmt zum Brüllen komisch.“

Gemeinsam gehen wir zu dem Zellentrakt in der Baracke. Als wir zur Tür herrein kommen springt Christoph von der Pritsche auf und ich gebe mich so, wie Max mir zuvor sagte. Zusammen stehen wir vor der Gittertür und Max schaut Christoph nur schweigend an.

„Max alter Kumpel, da bist du ja endlich, ich dachte, du tauchst nie auf. Sag mal, was treibst du hier eigentlich? Hast du eine eigene Privatarmee? Was hast du vor, willst du die Weltherrschaft übernehmen? Oder in den Krieg ziehen? Warum sagst du nichts und siehst mich so merkwürdig an? Kai was ist mit dir, warum schaust du so bedröppelt, habe ich irgendetwas verpasst?“

„Kai hat mir alles erzählt und mal wieder steckst du in der Klemme und ich soll dir den Arsch retten. Mir reicht es langsam, wann lernst du endlich, mit deinen Verstand und nicht mit dem Schwanz zu denken und vor allem selbst die Verantwortung zu tragen?“

„Mensch Max mach keinen Scheiß, du wirst doch jetzt deinen besten Kumpel nicht hängen lassen. Nicht nachdem was wir beide alles zusammen erlebt haben. Denk mal allein an die Zeit im Internat, das war doch wohl richtig geil oder etwa nicht?“

„Ach das meinst du ... Christoph ich habe es dir bislang nie gesagt, aber ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, was die Weiber an dir finden. Mal ehrlich ... du fickst echt scheiße und den Größten hast du auch nicht gerade. Noch nicht einmal durchschnitt kannst du bieten. Also von daher, komm mir nicht mit den alten Zeiten, die lassen mich kalt.“

Christoph wird kreidebleich und muss deutlich um Worte ringen. Ich selbst muss kämpfen, um mir das Lachen zu verkneifen, denn Max spielt seine Rolle gut.

„Heißt das, du schickst keine Männer, die mir den Kerl vom Hals halten? Max bitte tu mir das nicht an, der bricht mir die Knochen. Max hilf mir bitte dieses eine mal noch.“

„Du kannst gern eine Weile hierbleiben, hier wird er dir nichts tun. Schließlich ist da eine Armee draußen, die jeden Angreifer in die Flucht schlagen wird. Ich lass dir eine zweite Decke bringen zum Kuscheln. Ok, das Essen hier ist gewöhnungsbedürftig, irgend so ein Nato Standartzeugs, aber die Jungs schwören drauf, denen schmeckt es.“

Der Gesichtsausdruck von Christoph spricht Bände, er steht da mit offenen Mund, unfähig noch ein Wort herauszubringen. Nun können wir uns nicht mehr zurückhalten, Max und ich müssen lauthals lachen und es dauert eine Weile, bis Christoph begriffen hat, was los ist. Max schließt die Zellentür auf und entlässt Christoph endlich in die Freiheit.

„Ihr habt mich verarscht ... ihr habt mich echt verarscht. Verdammt Max das war richtig fies.“

„Ich werde ein paar Jungs schicken, die dir den Kerl vom Hals schaffen. Aber es ist das letzte Mal. In Zukunft wirst du selbst die Verantwortung tragen müssen.“

„Ok ... Max ich habe die Lektion verstanden. Danke das du mir hilfst. Aber das mit dem Ficken ... war doch auch ein Scherz. Das war doch nicht dein ernst, oder ...“

„Na ja ... wir waren noch jung ... bestimmt hast du in der Zeit dazugelernt und kannst es jetzt den Frauen ordentlich besorgen.“

„Oh warte ... du bist so ein Arsch ...“

Nun lachen wir drei gemeinsam, Max und Christoph umarmen sich freundschaftlich, ehe wir uns voneinander verabschieden. Christoph wird von einem Soldaten zum Tor begleitet und fährt danach mit dem Porsche nachhause, wohlwissend, das seine Probleme gelöst sind. Max nimmt mich bei der Hand und gemeinsam verlassen wir die Baracke. Er führt mich an der Hand haltend zu dem Hubschrauberlandeplatz und ich kann mein Glück kaum fassen. Als wir vom Boden abheben und der Helikopter an Höhe gewinnt, klebe ich förmlich mit der Nase an der Scheibe.

Es ist das erste Mal, dass ich fliege und zum ersten Mal kann ich die Welt von oben sehen. Überwältigt von dem Gefühl der grenzenlosen Freiheit sauge ich förmlich jedes Detail, das sich mir bietet auf. Ohne zu ahnen dass das Fliegen für mich schon bald so selbstverständlich wie das Autofahren sein soll. Max beobachtet mich schweigend und genießt das Glück und die Lebensfreude, die ich förmlich ausstrahle.

Der Flug zurück zu dem Bürogebäude dauert bei weitem nicht so lang wie die Fahrt zuvor mit dem Porsche. Max zeigt mir noch sein Büro, in dem er die meiste Zeit seiner Arbeit verbringt und ich bin mehr als nur beeindruckt. Es ist enorm groß und edel eingerichtet, modernste Technik vereint mit luxuriösen Ambiente. Anschließend fahren wir mit dem Lamborghini in die Stadt. Mal wieder ist shoppen in den teuren Boutiquen angesagt und ich frage mich, ob Max von diesen Läden magisch angezogen wird. Doch anstatt dem momentanen Wetter angepasst Winterkleidung zu kaufen, kauft er für uns coole Shirts und Bermudashorts. Wie immer bepackt mit etlichen Tüten, kehren wir noch in ein gutes Restaurant ein. Max liebt wie ich die Abgeschiedenheit von der Öffentlichkeit. Er wählt stets einen Platz im Restaurant, der abseits vom Geschehen ist. Einen Platz, an dem man die Zweisamkeit ungestört genießen kann. Während des Essens unterhalten wir uns.

„Max ich bin so froh darüber, dass wir nun keine Heimlichkeiten mehr haben.“

„Ich auch mein Schatz, aber es musste sein. Denn ich bin davon überzeugt, dass wir nicht zueinandergefunden hätten, wenn vom ersten Tag an die Wahrheit unverblümt ausgesprochen worden wäre. Zu unterschiedlich waren unsere bisherigen Leben, als das wir etwas gemeinsames gefunden hätten. So mit hatte ich zumindest die Gelegenheit dich schritt für schritt heranzuführen. Und es gibt noch so viel, was ich dir zeigen möchte. Nur um eines muss ich dich dennoch bitten, lass es uns langsam angehen, ich werde dir alles zeigen und dir auch alle Fragen beantworten. Doch alles zu seiner Zeit, ohne Hektik und Stress.“

Max hält auf dem Tisch zärtlich meine Hand, während er sprach. Für einen Moment schauen wir uns an, ehe ich ihm antworte.

„Aber natürlich mein Schatz ... ich werde dich nicht drängen. Was mir aber noch viel wichtiger ist ... das ich mehr Zeit mit dir verbringen darf. In deiner Nähe zu sein, bedeutet mir unglaublich viel. Lass uns nach Hause fahren und den Rest des Tages im Bett verbringen. Ich möchte dich ganz nahe bei mir haben.“

Mit einem süffisanten Lächeln winkt er den Kellner herbei, um die Rechnung zu begleichen. Danach verlassen wir das Lokal und fahren heim. Auf halber Strecke fällt mein Blick in den Seitenspiegel und da ist er wieder der schwarze Geländewagen, der uns in gebührenden Abstand folgt.

„Max hinter uns der Geländewagen, sie folgen uns schon wieder.“

„Ich weiß ... die folgen uns bereits, seid wir von Restaurant losgefahren sind. Ich frage mich, ob sie uns auch beim Shoppen verfolgt und beobachtet haben?“

„Wer sind die und was wollen sie von uns? Glaubst du, sie sind gefährlich? Vielleicht solltest du ein paar von deinen Männern kommen lassen ... zum Schutz?“

„Wenn die uns hätten etwas antun wollen, wäre mehr als reichlich Gelegenheit gewesen. Sie verfolgen uns, um Informationen zu sammeln. Meine Männer habe ich bereits beauftragt, morgen früh schnappen wir sie uns und dann bekommen wir auch Antworten auf deine Fragen. Mach dir keine Sorgen, heute Abend widmen wir beiden uns den Schönen Dingen.“

„Oh ja ... da bin ich auf morgen schon gespannt, aber auch auf gleich, ich freue mich bereits. An deiner Seite zu sein, ist fast so spannend wie ein Krimi.“

Max muss lachen über meinen Vergleich. Ohne unsere Verfolger weiter zu beachten, geben wir uns normal. Max parkt den Sportwagen vor dem Haus und wir gehen nach oben zur Wohnung. Die Einkäufe packen wir gar nicht erst aus, sondern fallen direkt über uns her. Doch ich muss Max bremsen, schließlich will ich ihn noch überraschen.

„Nicht so stürmisch mein Schatz ... geh zuerst ins Bad und mach dich ein wenig frisch. Wir treffen uns dann im Schlafzimmer.“

Ehe Max etwas erwidern kann, löse ich mich aus seiner Umarmung und verschwinde in dem etwas größeren Badezimmer im unteren Stockwerk der Wohnung. Max schaut mir zwar verwundert hinterher, aber ich konter seinen Blick mit einem hintergründigen Lächeln, ehe ich die Tür hinter mir schließe. Im Bad beeile ich mich, um als Erster im Schlafzimmer zu sein. Bis auf die Nachttischlampe auf meiner Bettseite, lösche ich das Licht und schlüpfe dann nackt auf derselben Seite unter die Decke.

Kurz darauf kommt auch Max aus dem Bad, er ist bereits nackt und sein halbsteifer Schwanz wippt mit jedem Schritt. Er geht um das Bett herum und legt sich auf seiner Seite unter die Decke. Darauf lösche ich das Licht und rutsche rüber auf seine Seite um mich an ihm an zu kuscheln. Sanft nimmt er mich in seine starken Arme und streichelt meinen Rücken und Hintern. Es ist dunkel im Zimmer und obwohl ich es nicht sehen kann, bin ich mir sicher, das er lächelt, während er spricht.

„Kuscheln wir heute auf katholischer Art ... im dunkeln unter der Bettdecke? Warum auch nicht, ist mal etwas anderes und hat auch einen gewissen Reiz.“

Mit der rechten Hand greife ich zwischen uns und streichel sanft seinen halbsteifen Schwanz. Als seine Hand von meinen Hintern tiefer zu den Oberschenkeln wandert, hält er kurz inne. Ob er einen verwunderten Gesichtsausdruck macht, kann ich leider nicht sehen, bin mir aber sicher, dass er einen macht. Denn kurz darauf erkunden seine Hände meinen gesamten Körper und sein Schwanz wird im Hieb steinhart.

„Aha ... jetzt verstehe ich, warum das Licht aus ist. Du fühlst dich heute besonders gut an, alles glatt rasiert und streichel zart, du wolltest mich überraschen.“

„Ja das wollte ich mein Schatz und am Härtegrad deines besten Stückes gefühlt, scheint es dir zu gefallen.“

Mit meinen Worten wichse ich sanft ein wenig seinen Schwanz und er scheint noch härter zu werden. Die Aktion entlockt Max ein wohliges Stöhnen.

„Und wie es mir gefällt, das ist ja Wahnsinn, das macht mich richtig an. Woher wusstest du, dass ich darauf stehe?“

„Ich habe es irgendwie gespürt, an der Art, wie du dich meinen zuvor enthaarten Körperstellen widmest. Aber davon abgesehen, mir gefällt es genauso vor allem zu spüren, wie es dich erregt. Ab heute werde ich mich regelmäßig rasieren, damit kein störendes Haar mehr zwischen uns ist.“

Noch einmal wichse ich sanft seinen Schwanz und ich glaube, Max ist kurz davor zukommen. Er schaltet die Nachttischlampe auf seiner Seite an und schlägt die Bettdecke zurück, um freien Blick zu haben. Für einen Moment hält er inne und mustert meinen Körper, als wollte er jedes Detail davon verinnerlichen. Dann kommt er über mich mit einer Leidenschaft, wie ich sie noch nie bei ihm erlebt habe. Einer Leidenschaft, die auch mich einheizt und gleichermaßen anspornt. Schon bald bekommt Max in meinen Armen einen Orgasmus, der dermaßen heftig ist, dass ich das Gefühl habe, das er nicht nur seinen Samen herauspumpt und auf meinen Körper verteilt, sondern auch die Anspannung der vergangenen Wochen und Monate. Kurz darauf komme auch ich und nach einer Weile, nachdem wir uns beruhigt haben, duschen wir gemeinsam in dem kleinen Bad neben dem Schlafzimmer.

Zurück im Bett kuscheln wir noch eine ganze Zeit, bis Max irgendwann in meinen Armen einschläft. Dieses mal bin ich es, der noch lange wach liegt und über einige Dinge nachdachte. In dieser Nacht sollte mir bewusst werden, wie ironisch das Schicksal sein kann. Was habe ich in meinem jungen Leben alles ertragen und durchmachen müssen, bis ich auf Max traf. Der Mensch, der mich in höchster Not aufgenommen hat, um mir zu zeigen, das Liebe weder Grenzen noch Geschlechter kennt. Zärtlich streichel ich den schlafenden Körper, der in meinem Arm liegt, mit der Gewissheit, das dieser Mensch mir mehr bedeutet als alles Geld der Welt. Mir wird bewusst, welches Glück ich habe, Max in meinen Arm halten zu dürfen. Zufrieden schlafe auch ich bald ein.

Ohne zu ahnen, dass der heutige Tag, so aufregend er auch war, erst der Beginn der Turbulenzen vor meinen Geburtstag sein sollten. Bis dahin sind es nur noch drei Tage. Drei Tage, an denen sich die Ereignisse überschlagen und wir es mit Menschen zu tun bekommen, wo es weit mehr als eine Privatarmee benötigt, um sich vor ihnen zu schützen.

Fortsetzung folgt ...




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Kommentare

Pascal: Hallo devpass, danke für die tolle Fortsetzung. Ich bin immer gespannt was dir wieder einfällt.
Mega toll. Bitte schreibe bald weiter. Danke
Du bist echt ein Weltklasseschreiber.
Liebe geile Grüße
pascal

Kev: Super tolle Geschichte. Ich mag es wie es in der Geschichte nicht nur um Sex und Leidenschaft geht sondern auch um das drum herum. Nebenbei gesagt möchte ich noch erwähnen das du ein sehr sehr talentierter Autor bist! Mach weiter so

Matze : Hey wann kommt die Fortsetzung ist echt spannend und geil

LolStar1212: Mega geile Geschichte bitte mach ein E-Book draus. Und führe bitte deine geschichtr schnell weiter bin sehr gespannt

LolStar1212: Mega geile Geschichte bitte mach ein E-Book draus. Und führe bitte deine geschichtr schnell weiter bin sehr gespannt

LolStar1212: Mega geile Geschichte bitte mach ein E-Book draus. Und führe bitte deine geschichtr schnell weiter bin sehr gespannt

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Helgrind1: Sehr gute Geschichte! Hoffe auf eine schnelle Fortsetzung dieser Geschichte.

gunskorpion: Eine superspannende Fortsetzung der wunderbaren Story. Du solltest daraus einen Roman machen und ihn drucken lassen und veröffentlichen, wenn erst mal alle Teile geschrieben sind. Ich bin schon wahnsinnig neugierig auf die Fortsetzung und kann es kaum erwarten.

Briarios: Wieder ein sehr schöner Teil
Bitte diesesmal die Fortsetzung schneller veröffentlichen

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