Christoph - 3. Teil

Christoph

Es war schon Anfang Juli – das Sommersemester ging bald zu Ende – als Basti Christoph in einer Vorlesungspause abpasste und fragte, ob er ihn unter vier Augen sprechen könne. Christoph war erst erstaunt; er konnte sich nicht vorstellen, was Basti ihm so Wichtiges mitzuteilen hätte.
„Na klar, komm heute Nachmittag zu mir nach Hause. Du weißt ja, wo ich wohne.“
Basti erschien ein paar Stunden später und fühlte sich sichtlich unwohl. Erst druckste erst nur herum, ohne anzudeuten, worum es ging. Schließlich fasste er sich ein Herz.
„Chris, ich weiß, dass du mit Peter befreundet bist und dass ihr beide im Bett 'ne heiße Nummer schiebt. Das stört mich nicht, weil ich selbst auch auf Männer stehe, wie du selbst weißt. Als dein Freund möchte ich dir dringend raten, bei Peter vorsichtig zu sein. Ich weiß, er sieht rattenscharf aus und ich könnte mir auch vorstellen, mir von ihm die Kiste versilbern zu lassen.“ Basti grinste und leckte sich die Lippen.
„Und was meint Benni zu deinen Gelüsten?“, fragte Christoph anzüglich.
„Benni meint garnix. Ich hab ja auch nur im Konjunktiv gesprochen, falls du das gemerkt hast.“
„Doch, hab ich. Deutsche Grammatik wird auch im Ruhrpott den Leuten beige-bracht. Bei manchen klappt es aber nicht so recht“, entgegnete Christoph lachend, „ähnlich wie bei euch in Berlin. Aber mal im Ernst, warum soll ich denn ausgerechnet bei Peter vorsichtig sein? Kannst du mir das mal verraten?“
„Ich weiß seit kurzem“, antwortete Basti, „dass Peter außer dir noch zwei Freunde hat, die allerdings aus dem kriminellen Strichermilieu kommen und alles andere als Engel sind.“
„Und woher willst du das so genau wissen?“ Christophs Ton wurde schärfer.
„Reg dich mal ab, Chris. Du weißt, dass mein Alter bei der Kripo ist. Und von dem hab ich die Weisheiten.“
„Kannst du vielleicht ein bisschen genauer werden, Basti?“ Sebastian spürte an Christophs Stimme, dass er allmählich sauer wurde.
„Sei nicht so eingeschnappt, Chris. Also, ganz kurz: Peter und seine beiden Freunde, Marco und Danny, hatten vor einem Jahr wegen des Verdachtes auf sexuelle Nötigung und Erpressung ein Ermittlungsverfahren an den Hacken. Während Peter aus der Nummer rauskam, waren seine beiden Freunde für ein Jahr im Bau, sind aber vorzeitig auf Bewährung freigelassen worden. Mein Oller hat in der Sache ermittelt und von dem weiß ich, dass die beiden Herzchen ihren Bewährungsauflagen in der letzten Zeit nicht nachgekommen sind. Tut mit leid, Chris, aber ich habe das dumme Gefühl, dass du mit diesen Typen in nächster Zeit Probleme bekommen wirst.“
Christoph war wie vor den Kopf geschlagen und brachte zunächst kein Wort heraus. „Basti, du willst dich nur zwischen Peter und mich stellen, weil du uns beiden unsere Freundschaft nicht gönnst“, war seine erste Reaktion, die er förmlich herausbellte.
„Du hast 'n Rad ab, Chris! Ich bin mit Benni, meinem Freund glücklich und habe an dir kein sexuelles Interesse und vor allem will ich dich nicht ärgern oder in der Gegend rumstänkern. Das müsstest du ja eigentlich wissen.“
In der darauf eintretenden Stille dachte Christoph nach. „Und warum erzählst du mir das alles?“ fragte er leise.
„Mann, weil ich einfach nicht will, das dir etwas passiert. Lass doch mal die letzten zwei Wochen vor deinen Augen Revue passieren und frage dich selbst, ob sich in dem Verhalten von Peter dir gegenüber irgendetwas, vielleicht auch nur eine Kleinigkeit, verändert hat. Mein Gott, Chris, du bist im Augenblick nicht anderes als nur schwanzgesteuert.“
„Und woher weißt du das?“
„Man sieht dir auf zehn Meilen gegen den Wind an, wie du an Pit hängst, du Arsch“, entgegnete Basti und boxte dabei Christoph freundschaftlich in die Rippen.
Christoph überlegte fieberhaft. Wenn er sich recht erinnerte, war Peter in den letzten beiden Wochen beim Sex tatsächlich immer aggressiver geworden. Die anfänglich vorhandenen Zärtlichkeiten waren allmählich weniger geworden. Sicher, er konnte es kaum erwarten, dass Peter bei ihm anklingelte und sie beide das Reiterspiel gemeinsam bis zur Erschöpfung spielten.
Aber immer wenn er der letzten Zeit nur den Bottom machte, fickte ihn Peter zunehmend aggressiv, dass es manchmal richtig weh tat. Er musste sich eingestehen, dass so etwas Ähnliches wie Liebe zwischen ihnen beiden nicht vorhanden war. Zwischen Peter und ihm bestand ein reines Fickverhältnis, das wurde ihm klar und er war süchtig danach, Peters Schwanz in sich zu fühlen. Gestern Abend fühlte er sich zum ersten Mal nach dem Sex von Peter einfach nur benutzt. Zögernd sprach er mit Basti über seine Gedanken.
„Pass auf“, sagte dieser, „mach dir keinen Kopf. Ich hab dir nur erzählt, was ich weiß. Ob du mit den dreien tatsächlich Ärger bekommst, weiß ich so wenig wie du. Ich mach dir deshalb einen Vorschlag, indem ich dir meine Handy-Nummer gebe, die du nur benutzt, wenn du das Gefühl hast, dich in einer gefährlichen Situation zu befinden. Du weißt, dass du dich auf Benni und mich verlassen kannst. Okay?“
„Ja, okay“, stimmte Chris zögernd zu.
„Wenn sich meine Bedenken in Luft auflösen, dann hat unser Gespräch auch nie stattgefunden, claro?“ Basti verabschiedete sich danach rasch und ließ einen ratlosen und völlig verstörten Chris zurück.

*****

Schon einige Tage später fragte Peter, ob er zur Abwechslung mal ein oder zwei Freunde mitbringen könne. Er selbst habe mal an einem Fick zu dritt mitge-macht, und das sei schon saugeil gewesen.
„Aber mit vieren rumzuvögeln, stell ich mir noch viel geiler vor. Na, hast du nicht Lust, Chris?“
Christoph zögerte mit seiner Antwort.
„Manno, sei kein Frosch, Pit. Danny und Marco sind super Typen. Stell dir vor, du bläst mir einen, wirst gleichzeitig von Marco gefickt und Danny liegt unter dir und zapft dir deine Sahne ab. Ich schwörs dir, du fühlst dich nicht nur im siebten, sondern im zehnten Himmel!“
Sein Kopfkino ratterte los. Indem er sich diese Situation vorstellte, wurde sein Prügel stocksteif.
Peter lachte. „Du musst gar nicht antworten, Klein-Christoph hat das schon für dich getan“, sagte er, griff Christoph an den Schwanz und legte ihn gekonnt auf den Rücken. „Lust auf'n Ritt?“
„Aber immer, Pit!“
Und Peter ritt ihn, mal schnell, mal langsam, küsste ihn zwischen durch und bedachte auch seine Nippel. Er war wieder zärtlich, genau wie am Anfang ihrer Beziehung und schickte Christoph in den Himmel von Lust und Geilheit. Aber nach dem ersten Ritt machte Peter abrupt Schluss.
„Ist was, Pit?“ fragte Christoph enttäuscht.
„Ich muss nach Hause“, erklärte Peter, „mein Alter ist sauer, dass ich mich so rar mache.“
„Und wann kommt ihr drei nun?“ wollte Christoph wissen.
„Passt dir übermorgen?“
„Okeedok! Ich stell 'n paar Schultheiß kalt.“
„Alles klar, Ciao Chris!“
„Ciao, bis denne!“

*****

Kaum hatte Peter Chris' Wohnung verlassen, beschlichen ihn wieder Zweifel. Einerseits, so sagte er sich, war Peter genau so zärtlich wie am Anfang ihrer Beziehung, Andererseits, und da dachte er an das Gespräch mit Basti, war da die die Sache mit Danny und Marco. Der Gedanke, gleichzeitig gefickt und geblasen zu werden und dabei selbst zu blasen, sorgte wieder für Enge in seinen Jeans. Er rief kurzentschlossen Basti an und erzählte ihm die Geschichte und auch den Zwiespalt, in dem er sich befand.
Basti hörte geduldig zu. „Chris“, antwortet er, „ich kann dich gut verstehen. Du bist zur Zeit spitz wie Nachbars Lumpi und geil auf einen Rudelfick. Stimmts?“
„Ja doch“, gab Christoph zu.
„Ich gönn dir ja alles mögliche, aber bei dieser Geschichte stinkt mir fast alles. Ich geb dir zwei Tipps: Kurz bevor die Jungs bei dir aufschlagen, ruf mich eben an. Lass dein Handy an, damit du im Notfall nur auf Wahlwiederholung zu tippen brauchst und ruf mich sofort an, wenns anfängt zu brennen. Hast du 'ne Kreditkarte?“
„Ja, hab ich. Aber warum fragst du?“
„Chris, leg deine Kreditkarte gut sichtbar auf den Tisch. Du wirst schon mer-ken, wenn die Jungs scharf auf das Teil sind.“
„Okay, kapiert!“ Christoph lachte innerlich. Die Kreditkarte als Köder? Er kam sich vor wie in einem schlechten Film und konnte sich nicht verkneifen, Basti zu fragen, ob das nicht alles etwas übertrieben sei.
„Lass man stecken, Chris! Wenn das nur ein geiler Vierer ist, dann ist ja alles paletti, aber wenn nicht, dann …“ „Und außerdem“, setzte Basti zu, „ich bin ab sechs Uhr bei mir zu Hause zusammen mit Benni und Stefan, den du aus dem Verein kennst. Alles klar? Ich habs eilig, denn Benni kommt gleich und wir haben noch was vor.“ Jens lachte dreckig.
„Du bist nicht eilig, Basti, du bist einfach nur geil“, gab Christoph zurück. „Aber im Ernst: Vielen Dank!“
„Leg noch nicht auf, Chris. Ich hab noch was vergessen. Würdest du mir bis übermorgen deinen Hausschlüssel geben? Du kannst dir denken, warum?“
Peter dachte nicht lange nach: „Okay, Basti, ich hab eh ein zweites Paar Schlüssel. Kein Problem.“
Eine halbe Stunde später kamen Basti und Benni, um sich die Schlüssel abzu-holen.
„Pass auf dich auf, Chris!“ Die beiden verabschiedeten sich bald wieder.
„Okay. Ciao!“

*****

Am übernächsten Abend erschien Peter bei Christoph, küsste ihn, wie immer schon in der Eingangstür, und flüsterte ihm ins Ohr. „Chris, weißt du über-haupt, dass ich dich wahnsinnig liebe?“.
Diesen Satz hatte Christoph allerdings zum ersten Mal von Peter gehört. Zehn Minuten nach Peters Eintreffen erschien Danny, ein Muskelpaket im Lederoutfit und Tattoos an beiden Armen. Danny fläzte sich breitbeinig auf einen Sessel, griff sich zwischen die Beine und brachte sein enormes Paket zur Geltung. Christoph hatte ein wenig Angst vor dem Monsterschwanz, der in der Leder-kluft steckte. Ein Sympathieträger war Danny nicht. Kurz nach Danny kam Marco hinzu, ebenfalls ein lebendes Muskelpaket mit zahlreichen Tattoos. Die Chemie zwischen Chris und Peters beiden Freunden stimmte nicht; es war fast mit den Händen zu greifen.
„Gibt's denn hier kein Bier?“ nölte Marco, kaum dass er sich hingesetzt hatte.
„'tschuldigung, natürlich.“ Christoph stand auf und kam mit vier Schultheiß zurück. Jeder zuzzelte an seiner Flasche, aber ein richtiges Gespräch kam nicht in Gang.
„Ich muss mal eben pinkeln“, sagte Christoph plötzlich und verschwand auf der Toilette, wobei er die Türen zum Schlafzimmer und zum Bad einen kleinen Spalt aufließ.
„Ey, Pit, das ist ja ein geiles Fickfleisch, was du da aufgegabelt hast“, hörte er Danny leise sagen. Peter und Marco lachten dreckig.
„Das kannst du wohl meinen, ich hab die Schlampe in den letzten Wochen gut eingeritten. Ihr wisst schon“, antwortete Peter, „erst auf die supersanfte Tour und dann immer härter. Der Junge braucht das einfach. Wenn ich den anbohre, wird er zu Wachs in meinen Händen. Ich glaube, der ist schon fast abhängig von meinem Schwanz“, kicherte er.
„Und was, wenn du dich täuschst?“ fragte Marco.
„Hey, ihr beiden, wofür haben wir denn die Kabelbinder?“ entgegnete Peter. „Habt ihr übrigens die Kamera mit?“
„Auf welchem Mond lebst du eigentlich, Pit? Wir haben doch unsere Handys dabei, um von deinem süßen Boy Fotos zu machen, mit dem wir ihm anständig Feuer unter den Hintern machen können.“
„Sein Alter“, hörte er Peter sagen, „ist hasst Schwule wie Pest und wird sich über die Bildchen seines Söhnchens sowas von freuen. Außerdem hat der Knete ohne Ende!“
„Dein Chris wird noch unsere Goldgrube“, stellte Marco mit einem dreckigen Lachen abschließend fest. „Vorher will ich ihn aber durchnageln, damit er weiß, wo der Hammer hängt. Mein Ömmes hat nämlich mehr Kawumm als dein Mickerschwanz, Pit! Und außerdem bin ich scharf bis zum Gehtnichtmehr.“
Marco massierte genüsslich seine Beule.
Das war nicht der Peter, den Christoph zu kennen glaubte! Er bekam eine Scheißangst, zog sein Handy aus der Tasche, drückte blitzschnell Jens Nummer und sagte nur ganz kurz: „Basti, komm bitte. Ich glaube ich brauche ganz schnell deine Hilfe.“ Unter Hochspannung ging er wieder ins Wohnzimmer.

Kaum hatte Christoph die Türschwelle überschritten, ergriffen ihn zwei kräftige Hände von hinten. Es war Danny, der versuchte, ihm die Arme auf den Rücken zu drehen. Ein, zwei Griffe und Handkantenschläge von Chris, und Danny lag kampfunfähig am Boden und wimmerte nur noch.
Gegen die vereinten Kräfte von Peter und Marco konnte er allerdings nur kurze Zeit erfolgreich Widerstand leisten; nach erbittertem Kampf saß Christoph jetzt vollständig nackt, gefesselt und wehrlos auf einem Stuhl.

„Diese geile Schlampe hat sich gewehrt und Danny fast umgebracht. Warte, das wirst du heute noch bitter bereuen“, kreischte Marco, während Peter den Blickkontakt zu Chris vermied.
Marco baute sich vor Chris auf und zog mit aufreizender Langsamkeit seinen Ledergürtel von den Jeans. Dass er sich gegen die kommenden Schläge nicht wehren konnte, war Chris von vornherein klar. Mit Marcos Brutalität hatte er jedoch nicht gerechnet. Nach zwei demütigenden Ohrfeigen zog er mit seiner Gürtelschnalle Chris zweimal über dessen Gesicht. Chris blutete wie ein Schwein. Trotzdem bemerkte er, dass seine Kreditkarte nicht mehr auf dem Tisch lag.
„So, Freundchen, das war nur der Anfang“, ätzte Marco, „ich habe gehört, dass du liebend gerne gevögelt werden willst. Bevor ich dir die Gnade erweise, dich bis zur Bewusstlosigkeit durchzuficken, musst du erst noch richtig bestraft werden, denn das war eben nur der Anfang.“
„Mein Gott!“, brüllte er Peter an, „komm endlich aus den Puschen und hilf mir, dieses geile verwöhnte Muttersöhnchen aufs Bett legen, damit wir ihm Hände und Füße an den Bettpfosten anbinden können.“
Peter antwortete nicht, sondern gehorchte Marco aufs Wort indem er sich an Christoph zu schaffen machte.
„Ich verspreche dir“, damit wandte Marco sich mit einem gemeinen Grinsen an Christoph, „du wirst heute noch die Engel im Himmel singen hören. Vorher wollen wir aber noch ein paar Bildchen für den verehrten Herrn Papa machen, für alle Fälle. Außerdem drückst du aber selbst noch 'n paar Hunnis ab, du geile Sau! Pit, dreh das Schwein mal um!“
Christoph spürte, wie jemand auf seinem Rücken mit einem Filzstift etwas schrieb. Außerdem hörte er mehrere leise Klicks, wahrscheinlich von einer Handycam.
Während Danny noch kampfunfähig am Boden lag, bemühten sich Peter und Marco, den sich wehrenden Christoph auf das Bett zu schleppen. Marco holte aus und versetzte Christoph einen Tiefschlag in die Magengrube. Offensichtlich hatte er den Solarplexus getroffen, denn Christoph wurde auf der Stelle bewusstlos.
Keiner hatte bemerkt, dass Basti, Stefan und Benni sich in der Zwischenzeit leise in das Zimmer geschlichen hatten und so zu Augenzeugen des Geschehens wurden. Bevor Peter und Marco dazu kamen, Christoph an den Bettpfosten festzubinden, griffen die drei an.
Peter und Marco hatten gegen drei ausgebildete Karateka nicht den Hauch einer Chance. Danny, der gerade dabei war, sich wieder zu berappeln, wurde gleichzeitig mit versorgt. Kabelbinder lagen ja genügend in der Gegend herum.

Chris war durch Marcos Faustschlag zeitweilig weggetreten und nahm die Ereignisse um ihn herum nur durch einen Schleier wahr.
„Tut mir leid, Chris, dass ich jetzt erst komme, aber es ging wirklich nicht schneller. Komm, zieh dir mal erst wieder die Hose an“, hörte er Basti wie von ferne sagen.
„Das ist Freiheitsberaubung!“, schrie Marco hysterisch, während Peter krampf-haft versuchte, Christophs Blicken auszuweichen. Danny war noch etwas benebelt.
„Halts Maul, Marco! Du und Danny, ihr beiden seid nach einem Erpressungs-versuch und sexueller Nötigung vorzeitig auf Bewährung erst vor kurzem aus dem Knast entlassen worden und du, Peter, bist als akademischer Edelstricher mit krimineller Energie auch nicht unbekannt bei der Sitte.“ Basti machte eine Pause.
„Und außerdem habt ihr drei gleich eine Unterhaltung mit der Bullerei“, setzte er höhnisch grinsend hinzu.

„Du elende Schwuchtel“, schrie Marco, „deinen Stecher und dich kenn ich doch! Warte nur, bis unsere Fesseln weg sind, dann...“

„Was dann? Garnix dann. Ich hab meine Weisheiten von meinem Vater, den ihr drei gut kennt. Er ist der Hauptkommissar bei der Kripo, der euch hops genommen hat und eben den rufe ich jetzt an. Wir drei haben gehört und gesehen wie ihr Christoph in die Mangel genommen habt und werden das auch vor der Polizei und notfalls auch vor Gericht bezeugen. Dass ich schwul bin, ist meinem Vater schon lange bekannt; mit Erpressung durch euch Flaschen ist deshalb nix. Fehlanzeige, Jungs, leider“, feixte er.
„Ich seh euch auch schon im Bau“, sagte Basti und grinste hämisch. „Räuberi-sche Erpressung in Tateinheit mit sexueller Nötigung im Wiederholungsfall, und das auch noch während der Bewährungszeit! Übrigens, Schwule habens in Moabit nicht leicht“, setzte er noch einen drauf.
Christoph war zwischenzeitlich wieder zu sich gekommen und fragte in die Runde: „Weiß vielleicht einer, wo meine Kreditkarte ist?“
„Was für 'ne Kreditkarte?“, fragte Basti mit unschuldiger Miene.
„Meine natürlich. Vorhin hat sie noch auf dem Tisch gelegen.“
„Wir gucken mal bei unseren drei Freunden nach“, schlug Basti vor und kniff Christoph ein Auge. Bei Peter wurden sie fündig.
„Wird ja immer besser!“, war Bastis Kommentar. „Nicht nur Erpressung, sondern auch noch Diebstahl. Der Staatsanwalt wird ganz neugierig fragen, schätze ich.“
„Gar nicht so schlecht, der Köder mit der Karte“, flüsterte er danach Christoph ins Ohr.
Nach dem Telefonat dauerte es noch eine gute Viertelstunde, bis Kriminal-hauptkommissar Hartmut Brückner mit zwei Kollegen erschien und Peter, Marco und Danny abführten. Das Handy, mit dem Chris abgelichtet worden war, lag nicht mehr im Zimmer. Chris maß dieser Tatsache keine Bedeutung bei.
Basti und Benni nahmen Christoph mit in ihre gemeinsame Wohnung, um ihn die schrecklichen Ereignisse, die eigentlich nicht länger als nur eine knappe Viertelstunde gedauert hatten, vergessen zu lassen.

Fortsetzung folgt

Mehr von
Hauke Folkerts

Kommentare

Pascal: Ex, krass. Die Story ist echt super. Oje das Handy. Bin mal gespannt wo, bzw wer es hat und was da noch passiert. Toller Schreiber, echtes Lob!!!
markus: schnell weiter bitte
Ingo Mann: Unerwartete Wendung. Bin neugierig, wie es weiter geht.

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